easybank Kreditkarte

Aktualisiert am 10. Oktober 2026

easybank ist eine Direktbank mit Sitz in Österreich. Bei einer Direktbank gehört die Karte in der Regel zu einer Kontobeziehung: Sie eröffnen ein Konto und erhalten die Karte dazu. Genau darin liegt für deutsche Kunden der Unterschied – nicht in der Karte, sondern im Konto.

Ob ein Konto eröffnet werden muss, wie der Zahlungsverkehr läuft, was die österreichische Einlagensicherung bedeutet und wie die Steuerbehandlung abläuft: Diese Fragen stehen hier im Vordergrund. Die Konditionen der Karte selbst stehen im Rechner.

easybank Kreditkarte im Vergleich

Der Vergleichsrechner wird hier eingebunden.

Der Rechner zeigt die Konditionen der Karte. Der Aufwand liegt bei diesem Angebot aber im Konto dahinter – Kontoführung, Zahlungsverkehr, Steuerbehandlung. Prüfen Sie beides getrennt; die Kartenwerte lädt der Rechner bei jedem Aufruf neu.

Unabhängig. Wir vergleichen nach Bedingungen, nicht nach Provision. Wie wir Geld verdienen, steht in Über uns.

Kurz gefasst

Art des Anbieters
Direktbank mit Sitz in Österreich, ohne Filialnetz in Deutschland
Zugang
Online und per Schriftverkehr, kein persönlicher Weg vor Ort
Kontobeziehung
Zu klären, ob die Karte einzeln oder nur zum Konto erhältlich ist
Zahlungsverkehr
Euro-Zahlungen innerhalb des SEPA-Raums, Konto mit ausländischer IBAN
Zu prüfen
Einlagensicherung, Steuerbehandlung, Kündigungsweg

Die Karte hängt an der Kontobeziehung

Bei einer Direktbank ist die Kreditkarte selten ein Einzelprodukt. Sie wird in der Regel zusammen mit einem Konto ausgegeben, über das abgerechnet und ausgeglichen wird. Damit ist der eigentliche Vertragsgegenstand nicht die Karte, sondern die Kontobeziehung – und die liegt bei diesem Anbieter in Österreich.

Für einen Kunden in Deutschland heißt das: Sie eröffnen ein Konto im Ausland, auch wenn Sie weiterhin in Deutschland wohnen und arbeiten. Das ist innerhalb des europäischen Binnenmarkts ohne Weiteres möglich. Es ändert aber die praktischen Abläufe, weil Ihr Konto dann nicht bei einer Bank mit deutscher Zulassung geführt wird.

Klären Sie vor dem Antrag diese vier Punkte:

  • Gibt es die Karte nur zum Konto oder auch einzeln? Das entscheidet, ob Sie eine Kontobeziehung eröffnen müssen.
  • Welches Konto ist Voraussetzung – ein Gehaltskonto, ein einfaches Girokonto oder ein spezielles Kontomodell?
  • Welche Bedingungen hängen an der Kontoführung – etwa ein regelmäßiger Geldeingang, und was passiert, wenn er ausbleibt?
  • Ist die Schließung des Kontos mit dem Ende der Karte verbunden, oder können Karte und Konto getrennt beendet werden?

Rechnen Sie das Konto mit, nicht nur die Karte. Wenn die Karte an ein Konto gebunden ist, gehören dessen Kontoführungskosten und Bedingungen in den Vergleich. Eine Karte ohne Jahresgebühr, die an ein kostenpflichtiges Kontomodell gebunden ist, ist nicht kostenlos.

Ein Konto mit ausländischer IBAN

Ein Konto bei einer österreichischen Bank hat eine österreichische IBAN. Überweisen und Lastschriften innerhalb des SEPA-Raums kosten nicht mehr als im Inland, und eine Überweisung von einem deutschen Konto auf ein österreichisches Konto ist rechtlich nichts anderes als eine Inlandsüberweisung. Die Widerrufsrechte bei Lastschriften sind für den Zahler gesetzlich geregelt.

Die Reibung liegt nicht im Recht, sondern im Alltag. Stellen, die Ihre Bankverbindung speichern, reagieren auf eine ausländische IBAN unterschiedlich:

StelleWas zu klären ist
ArbeitgeberOb das Entgelt auf ein Konto mit ausländischer IBAN gezahlt wird und ob das Lohnsystem das ohne Zusatzaufwand verarbeitet.
Vermieter, Versicherer, AnbieterOb Lastschriften von einem ausländischen Konto akzeptiert werden oder eine Überweisung verlangt wird.
Finanzamt und BehördenOb Erstattungen auf ein Konto mit ausländischer IBAN ausgezahlt werden – in der Regel ja, im Einzelfall nachfragen.
KreditgeberOb eine Kontoverbindung im Ausland bei einer späteren Kreditanfrage erklärt werden muss.

Prüfen Sie außerdem, ob das Konto als Referenzkonto für andere Verträge dienen soll. Manche Anbieter akzeptieren nur ein Konto im Inland als Referenzkonto. Wer sein Hauptkonto ins Ausland verlegt, sollte vorher klären, welche Zahlungen daran hängen.

Betreuung über die Grenze

Eine Direktbank ohne Filialnetz betreut ihre Kunden telefonisch, schriftlich und über den Onlinezugang. Bei einem Anbieter in Österreich kommt hinzu, dass Sie für einen persönlichen Termin kein Büro in Deutschland aufsuchen können. Alles läuft über dieselben Wege wie bei einer deutschen Direktbank – nur mit einer anderen Anschrift und einer anderen Rechtsordnung im Hintergrund.

Vier Punkte sollten Sie vor dem Abschluss kennen:

  • Sprache und Erreichbarkeit. In welchen Sprachen wird betreut, zu welchen Zeiten, und gibt es eine Rufnummer ohne Auslandsvorwahl?
  • Schriftverkehr. An welche Anschrift gehen Kündigung, Widerspruch und Beschwerde, und in welcher Form?
  • Sperrung. Über welche Nummer lassen sich Karte und Onlinezugang sperren, und ist sie rund um die Uhr erreichbar?
  • Kündigung des Kontos. Wie wird ein Konto im Ausland aufgelöst, wenn Sie es später nicht mehr brauchen?

Der letzte Punkt ist der, der bei einer Auslandsbeziehung am häufigsten übersehen wird. Klären Sie vor der Eröffnung, wie Sie das Konto wieder schließen können: ob schriftlich, mit welcher Frist, und auf welches Konto ein verbleibendes Guthaben ausgezahlt wird.

Einlagensicherung und Steuerbehandlung

Für Guthaben auf einem Konto bei einer Bank in der EU gilt die gesetzliche Einlagensicherung des Sitzlandes, mit einem Mindeststandard von 100.000 Euro je Kunde und Institut. Bei einem österreichischen Konto ist daher die österreichische Sicherung zuständig – nicht die deutsche. Für Sie als Kunde ist der Schutz vergleichbar; im Sicherungsfall ist nur die Stelle eine andere.

Ein Unterschied, der häufiger übersehen wird, betrifft die Steuer. Der Freistellungsauftrag ist ein Instrument gegenüber einer Bank mit Sitz im Inland: Er setzt einen inländischen Auszahlenden voraus. Bei einem Konto im Ausland ist er in der Regel nicht möglich. Zinsen aus einem ausländischen Konto sind deshalb ohne Freistellung zu erklären, und die Steuer wird über die Veranlagung geregelt. Klären Sie, ob im Sitzland eine Abzugssteuer einbehalten wird und wie sie angerechnet wird.

Drei Punkte gehören in den Vertrag oder in eine schriftliche Auskunft:

  1. Wie wird ein Guthaben auf dem Konto im Sicherungsfall behandelt, und welchem Sicherungssystem ist das Institut zugeordnet?
  2. Wird auf Zinsen eine Steuer im Sitzland einbehalten, und welche Bescheinigung erhalten Sie darüber?
  3. Welche Unterlagen erhalten Sie für Ihre Steuererklärung – eine Jahresbescheinigung, ein Kontoauszug zum Jahresende, beides?

Bei Konten und Karten im Ausland gehört die Steuerfrage vor den Abschluss. Sie ist kein Hindernis, aber sie erfordert mehr Sorgfalt als bei einem inländischen Konto: Es gibt keinen automatischen Freistellungsauftrag, und die Angaben für die Erklärung müssen Sie sich selbst beschaffen.

Wenn Sie das Konto wieder auflösen

Der Ausstieg aus einer Auslandsbeziehung ist der Punkt, an dem sich zeigt, ob die Eröffnung gut vorbereitet war. Weil kein Filialbesuch möglich ist und alles schriftlich läuft, sollten Sie den Weg vorher kennen.

Ein Auflösen läuft in dieser Reihenfolge ab:

  1. Zahlungen umstellen. Bringen Sie Gehalt, Miete, Versicherungen und Daueraufträge auf ein anderes Konto, bevor Sie die Kündigung abschicken.
  2. Lastschriften widerrufen. Erteilen Sie gegenüber jedem Abbucher einen Widerruf; mit der Kontoschließung enden erteilte Mandate nicht automatisch überall.
  3. Offene Beträge ausgleichen. Klären Sie, ob noch ein Saldo offen ist – bei einer Karte mit Kreditrahmen auch offene Abrechnungen und noch nicht gebuchte Umsätze.
  4. Kündigung schriftlich. Mit Frist, mit Angabe des Zielkontos für ein verbleibendes Guthaben und mit einem Nachweis, den Sie aufbewahren.
  5. Karte zurückgeben und sperren. Klären Sie, ob die Karte zurückgesandt werden muss und wie der Onlinezugang endet.
  6. Unterlagen aufbewahren. Bewahren Sie die Abschlussabrechnung auf. Bei einem ausländischen Konto ist sie auch für die Steuererklärung relevant.

Wer den Ausstieg vor der Eröffnung einmal durchgeht, erkennt außerdem zwei Dinge früh: ob die Kontoauflösung an Fristen gebunden ist, und ob für die Übertragung eines Guthabens Kosten anfallen. Beides steht in den Bedingungen.

Worauf Sie bei einer österreichischen Direktbank achten sollten

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Bekomme ich die Karte nur zusammen mit einem Konto, oder gibt es sie einzeln?
  2. Welche Bedingungen hängen an der Kontoführung, und was kostet sie?
  3. Welche Stelle ist das Sicherungssystem, und wie hoch ist der Schutz für das Guthaben?
  4. Wie werden Zinsen steuerlich behandelt, und welche Unterlagen bekomme ich dafür?
  5. Wie sind Service und Sperrnotruf erreichbar – auch aus Deutschland und ohne Auslandsvorwahl?
  6. Wie kündige ich Konto und Karte wieder, und mit welcher Frist?
  7. Akzeptieren meine regelmäßigen Zahlungspartner eine ausländische IBAN?
  8. Welche Kosten fallen für die Karte an? Die Werte stehen im Rechner.

Die Karte selbst ist bei diesem Angebot der kleinere Teil der Entscheidung. Wer nur die Kartenkonditionen vergleicht und das Konto übersieht, vergleicht die Hälfte des Produkts.

Häufige Fragen

Bekomme ich die easybank Kreditkarte auch ohne Konto?

Das hängt vom Angebot ab und ist der erste Punkt, den Sie klären sollten. Bei einer Direktbank ist die Karte häufig an ein Konto gebunden, über das abgerechnet wird. Wenn die Karte nur zusammen mit einem Konto erhältlich ist, gehören dessen Kosten und Bedingungen in den Vergleich.

Kann ich als Kunde in Deutschland ein Konto bei einer österreichischen Bank führen?

Ja. Innerhalb des Binnenmarkts ist das möglich, und für Überweisungen und Lastschriften im SEPA-Raum gelten dieselben Regeln wie im Inland. Im Alltag ist die ausländische IBAN der Punkt, an dem einzelne Stellen – Arbeitgeber, Vermieter, Versicherer – nachfragen.

Ist mein Guthaben bei einer österreichischen Bank gesichert?

Für Guthaben bei Banken in der EU gilt die gesetzliche Einlagensicherung des Sitzlandes mit einem Mindeststandard von 100.000 Euro je Kunde und Institut. Bei einem österreichischen Konto ist also die österreichische Sicherung zuständig. Der Schutz ist vergleichbar; zuständig ist eine andere Stelle.

Kann ich als Deutscher einen Freistellungsauftrag für ein österreichisches Konto erteilen?

Der Freistellungsauftrag setzt eine Bank mit Sitz im Inland voraus. Bei einem Konto im Ausland ist er in der Regel nicht möglich; Zinsen sind dann ohne Freistellung zu erklären, und die Steuer wird über die Veranlagung geregelt. Klären Sie zusätzlich, ob im Sitzland eine Abzugssteuer einbehalten wird.

Wie kündige ich Konto und Karte bei einer Direktbank im Ausland?

Schriftlich, mit Frist und mit Angabe eines Zielkontos für ein verbleibendes Guthaben. Stellen Sie vorher alle Zahlungen um und widerrufen Sie erteilte Lastschriftmandate. Bewahren Sie die Abschlussabrechnung auf – bei einem ausländischen Konto ist sie auch für die Steuererklärung relevant.

Wie erreiche ich den Service einer österreichischen Direktbank aus Deutschland?

Über Telefon, Schriftverkehr und den Onlinezugang. Klären Sie vor dem Abschluss, zu welchen Zeiten betreut wird, in welcher Sprache, und über welche Nummer Karte und Zugang gesperrt werden können. Eine Filiale, in die Sie gehen können, gibt es in Deutschland nicht.

Verändert die Karte sich dadurch, dass die Bank in Österreich sitzt?

Für die Nutzung am Terminal und im Onlinehandel nicht. Anders ist die Kontobeziehung dahinter: Ihre Bankverbindung liegt im Ausland, die Sicherung ist die des Sitzlandes, und der Schriftverkehr läuft über eine ausländische Anschrift.