Miles & More Kreditkarte
Bei den meisten Kreditkarten ist die Karte der Gegenstand und die Zusatzleistung das Beiwerk. Hier ist es umgekehrt: Der eigentliche Gegenstand ist das Meilenprogramm. Die Karte ist das Werkzeug, mit dem Sie daran teilnehmen und Meilen sammeln – bewertet wird aber nicht das Werkzeug, sondern das, worauf es zugreift.
Diese Seite behandelt deshalb zuerst die Fragen, an denen der Gegenwert hängt: Wie entstehen Meilen, was ist eine Meile bei der Einlösung wert, wann verfällt sie, und wer darf die Regeln des Programms ändern. Die Konditionen der Karte selbst sind demgegenüber die zweite Frage – sie entscheiden über den Eintrittspreis, nicht über den Nutzen.
Miles & More Kreditkarte im Vergleich
Der Vergleichsrechner wird hier eingebunden.
Der Rechner zeigt die Konditionen der Karte – Jahresgebühr, Auslandseinsatz, Abhebung – neben denen der anderen Karten. Was eine Meile wert ist, lässt sich dort nicht ablesen: Das ergibt sich erst bei der Einlösung und steht in den Programmbedingungen.
Unabhängig. Wir vergleichen nach Bedingungen, nicht nach Provision. Wie wir Geld verdienen, steht in Über uns.
Kurz gefasst
- Gegenstand
- Nicht die Karte, sondern das Meilenprogramm, an dem sie teilnimmt
- Rolle der Karte
- Sammelinstrument und Zahlungsmittel – der Nutzen liegt außerhalb der Karte
- Vertragspartner der Karte
- Der Herausgeber laut Bedingungswerk; das Programm folgt eigenen Bedingungen
- Zwei Regelwerke
- Kartenbedingungen und Programmbedingungen – getrennt zu prüfen
- Zu prüfen
- Sammelregeln, Einlösestufen, Verfall und der Änderungsvorbehalt des Programms
Was hier eigentlich bewertet wird
Eine Kreditkarte ist ein Zahlungsinstrument: Sie verfügen über einen Rahmen, die Abrechnung erfolgt monatlich, und Sie können voll ausgleichen oder in Teilbeträgen zahlen. All das gilt für diese Karte wie für jede andere. Der Unterschied liegt nicht in der Karte, sondern darin, dass an sie ein Bonusprogramm angeschlossen ist, in dem sich ein Teil Ihres Umsatzes in einer eigenen Recheneinheit sammelt.
Damit verschiebt sich die Bewertung. Bei einer gewöhnlichen Karte fragen Sie: Was kostet sie, und was leistet sie? Bei einer Karte, die auf ein Programm zugreift, kommt eine dritte Frage hinzu, und sie ist die entscheidende: Was ist der Gegenwert, den ich am Ende in Händen halte? Die Karte selbst beantwortet sie nicht. Die Antwort liegt im Programm.
- Kartenvertrag
- Regelt Rahmen, Abrechnung, Gebühren und Haftung. Ihr Vertragspartner ist der Herausgeber der Karte, der im Bedingungswerk genannt ist.
- Programmteilnahme
- Regelt, wie Meilen entstehen, wie sie verfallen und was sie bei der Einlösung einbringen. Dieses Regelwerk ist vom Kartenvertrag getrennt.
- Gegenwert
- Entsteht erst bei der Einlösung, nicht beim Sammeln. Bis dahin ist eine Meile eine Forderung nach Maßgabe der Programmbedingungen, kein Guthaben.
Prüfen Sie zuerst die Programmbedingungen, nicht die Kartenwerbung. Wer die Karte abschließt, weil ihm die Meilen gefallen, muss wissen, dass Kartenvertrag und Programm zwei verschiedene Dinge sind – mit verschiedenen Vertragspartnern.
Wie Meilen entstehen – und welche Umsätze zählen
Meilen entstehen nicht nur beim Bezahlen mit der Karte. Ein Programm hat in der Regel mehrere Wege: Umsätze mit der Karte, Buchungen über die zugehörigen Unternehmen und Kooperationen mit weiteren Partnern. Für die Frage, ob sich die Karte rechnet, ist deshalb zuerst zu klären, welchen Anteil Ihres Alltags die Karte überhaupt abdeckt.
Nicht jeder Umsatz zählt im Programm als sammelwirksamer Umsatz. Klären Sie das vor dem Abschluss, weil es die Rechnung des ganzen Jahres verändert:
- Zählen Bargeldabhebungen mit? In Bonusprogrammen sind sie häufig von der Sammelberechtigung ausgenommen.
- Zählen Gebühren und Zinsen mit? Diese Beträge bringen Ihnen keine Leistung, sie kosten Sie – ob sie sammeln, ist eine eigene Frage.
- Zählen Rückerstattungen mit? Wird eine Zahlung storniert, werden die zugehörigen Meilen in der Regel wieder abgezogen.
- Zählen Steuern und Anzahlungen mit? Die Abgrenzung steht in den Programmbedingungen, nicht auf der Produktseite.
- Gibt es Obergrenzen für Sammelumsätze? Manche Programme begrenzen, wie viel Umsatz je Zeitraum sammelberechtigt ist.
Der zweite Punkt ist in vielen Programmen wichtiger als die Karte selbst: Ein Teil der Meilen entsteht außerhalb der Karte, über Buchungen und Partner. Lohnt sich das Programm für Sie auch dann, wenn Sie die Karte kaum einsetzen? Wenn nein, tragen Sie mit der Karte vor allem deren Kosten – dann ist der Vergleich der Karten untereinander die richtige Frage.
Die unangenehme Rechnung: Meilen entstehen aus Umsatz. Wer Umsatz erzeugt, um Meilen zu sammeln, kauft eine unverbindliche Programmeinheit mit echtem Geld. Ob dieser Tausch aufgeht, hängt am Einlösewert – und an nichts anderem.
Woher kommt das Geld für die Meilen?
Meilen sind kein Geschenk, sondern ein Rückfluss. Eine Karte, die Meilen gibt, hat zwei Einnahmequellen: die Jahresgebühr und die Händlergebühr – die Interchange-Gebühr, die der Händler bei jeder Kartenzahlung an das Kartensystem zahlt.
Diese Händlergebühr ist für Verbraucherkarten durch die Verordnung (EU) 2015/751 begrenzt. Die Begrenzung gilt für Vier-Parteien-Systeme. Drei-Parteien-Systeme sind davon ausgenommen – aber nur, wenn sie wirklich drei Parteien haben. Eine Karte, die zusammen mit einem Kooperationspartner ausgegeben wird, ist ein Vier-Parteien-Fall; der Europäische Gerichtshof hat das in der Rechtssache C-304/16 entschieden.
Für die Bewertung folgt daraus: Die Meilen eines Programms hängen an einem Erlös, der am Umsatz hängt. Die Karte ist deshalb nicht nur Ihr Werkzeug, sondern ein Teil des Geschäfts – und die Sammelrate ist eine Kondition dieses Geschäfts, keine Zusage.
Was eine Meile wert ist – die Frage ohne feste Antwort
Eine Meile ist kein Geldbetrag, sondern eine Recheneinheit des Programms. Sie hat deshalb keinen festen Wert, den man nachschlagen könnte. Ihr Wert entsteht erst im Moment der Einlösung – und er ist bei zwei Einlösungen desselben Programms nicht gleich.
Woraus die Unterschiede entstehen:
- Die Einlösestufe. Programme staffeln den Gegenwert: Eine bestimmte Zahl von Meilen bringt je nach Verwendung sehr unterschiedlich viel ein. Der Vergleich des Aufwands lohnt bei jeder Stufe neu.
- Die Verfügbarkeit. Die günstigste Stufe ist häufig die mit der geringsten Verfügbarkeit. Eine Meile, die Sie einplanen, aber nicht einlösen können, ist weniger wert als eine, die Sie tatsächlich verwenden.
- Der Baranteil. Bei vielen Einlösungen sind Steuern und Gebühren zusätzlich in Euro zu zahlen. Vergleichen Sie den Gesamtpreis – nicht nur den Meilenanteil – mit dem Preis einer regulären Buchung.
- Die Buchungsbedingungen. Umtausch, Stornierung und Gutschrift folgen eigenen Regeln. Eine Prämie, die sich nicht ändern lässt, kann teurer sein als ein flexibler Regeltarif.
Rechnen Sie gegen: Was kostet dieselbe Leistung, wenn Sie sie regulär kaufen? Diese Zahl ist der Maßstab. Solange Sie sie nicht kennen, ist die Meile ein Versprechen und keine Ersparnis. Bis zur Einlösung ist sie außerdem eine Forderung nach Maßgabe der Programmbedingungen – kein Guthaben, das auf einem Konto liegt.
Verfall, Änderungsvorbehalt und Kündigung der Karte
Ein Meilenbestand ist kein Sparkonto. Er ist eine Forderung nach Maßgabe der Bedingungen eines privaten Programms, und dieses Programm gehört Ihnen nicht. Daraus folgen Risiken, die bei einer gewöhnlichen Karte gar nicht entstehen können.
- Verfall
- Programme binden den Bestand üblicherweise an eine Frist und oft zusätzlich an Aktivität. Wie lange Meilen gültig bleiben und was als Aktivität gilt, steht in den Programmbedingungen – nicht im Kartenantrag.
- Änderungsvorbehalt
- Programmbedingungen enthalten in der Regel das Recht des Betreibers, Regeln zu ändern: Einlösestufen, Sammelberechtigung, Partner. Wer die Karte abschließt, tut das auf Grundlage eines Regelwerks, das nicht festgeschrieben ist.
- Wertverlust
- Werden Einlösestufen angehoben oder Sammelregeln gestrichen, sinkt der Wert der bereits gesammelten Meilen, ohne dass sich am Bestand etwas ändert. Das ist der Kern des Risikos.
- Partner
- Sammeln Sie über eine Fluggesellschaft oder einen Kooperationspartner, hängt der Nutzen auch daran, wie lange diese Zusammenarbeit besteht. Die Bedingungen dazu sind ein eigener Punkt.
Wenn der Herausgeber der Karte wechselt
Ein Fall, der zeigt, wie weit Kartenvertrag und Programm auseinanderlaufen können: Zum 1. Oktober 2025 hat der Herausgeber der Karte gewechselt, und die Karten des früheren Herausgebers laufen 2026 aus. Wer weiter sammeln will, braucht die Karte des neuen Herausgebers – und das ist kein Austausch derselben Karte, sondern ein neuer Kartenantrag.
- Neuer Antrag. Die neue Karte wird neu beantragt, mit Identitätsprüfung und erneuter Bonitätsprüfung. Eine bestehende Karte wird nicht automatisch ersetzt.
- Vorläufig niedrigerer Rahmen. Ein neuer Vertrag beginnt mit einem neuen Rahmen, und der kann zunächst niedriger ausfallen als der gewohnte.
- Doppelte Kosten, wenn die alte Karte bleibt. Solange die alte Karte nicht gekündigt ist, können für beide Karten Gebühren anfallen.
- Der Bestand hängt an der Aktivität. In vielen Programmen hält die Karte den Meilenbestand offen. Wer die Karte kündigt, verliert dieses Halten – und damit greifen die Verfallsfristen des Programms wieder.
Was bei einer Kündigung der Karte zu klären ist
Karte und Programm sind zwei Verträge. Wer die Karte kündigt, sollte vorher wissen, ob die Programmteilnahme davon unberührt bleibt und unter welchen Bedingungen ein bestehender Meilenbestand danach verwertbar ist. Fragen Sie beides, bevor Sie kündigen – nicht danach.
Wichtig für die Bewertung: Ein Meilenbestand fällt nicht unter die Einlagensicherung. Dort geschützt ist ein Guthaben bei einer Bank. Meilen sind kein Guthaben, sondern eine Zusage des Programms nach dessen eigenen Regeln. Deshalb gehört ein Meilenbestand nicht zu den Rücklagen – er ist ein Bonus.
- Verfall prüfen. Läuft der Meilenbestand ohne die Karte ab? In vielen Programmen hält die Karte den Bestand offen; nach der Kündigung greifen die Verfallsfristen wieder.
- Programmbedingungen lesen. Klären Sie, ob die Programmteilnahme die Kündigung der Karte überdauert und wie ein bestehender Bestand danach verwertet werden kann.
- Reihenfolge wählen. Erst einlösen, was sich einlösen lässt, dann kündigen – nicht umgekehrt.
- Gebühren prüfen. Solange zwei Karten bestehen, können für beide Gebühren anfallen.
Die Rechnung hinter der Karte: Euro hinein, Meilen heraus
Die Konditionen der Karte – Jahresgebühr, Fremdwährungsgebühr, Abhebung – sind hier die zweite Frage, aber nicht die unwichtigere. Sie sind die Frage nach dem Eintrittspreis. Der Unterschied zu einer gewöhnlichen Karte liegt in der Asymmetrie der Währung.
Eine Gebühr zahlen Sie in Euro. Der Gegenwert, den Sie dafür bekommen, lautet auf Meilen. Er ist deshalb nicht ohne weiteres dagegenzurechnen: Die Kosten stehen fest, der Nutzen steht erst bei der Einlösung fest. Genau darin liegt der Unterschied zu einer Karte, bei der eine Versicherung den Gegenwert bildet.
In die Rechnung gehören deshalb nicht nur die Konditionen, sondern auch die Frage, welche Umsätze Sie mit der Karte erzielen:
- Wie viel setze ich im Jahr überhaupt mit der Karte um? Ist der Betrag klein, sammelt sich wenig, und eine Jahresgebühr muss von wenig Meilen getragen werden.
- Wie viel davon ist sammelberechtigt? Abhebungen, Gebühren und Stornierungen zählen häufig nicht mit.
- Zu welchem Gegenwert kann ich die gesammelten Meilen realistisch einlösen? Nicht zur besten denkbaren Stufe, sondern zu der, die ich tatsächlich bekomme.
- Was kostet die Karte im Auslandseinsatz? Wer häufig außerhalb des Euroraums zahlt, zahlt den Zuschlag auf jede Zahlung – nicht einmal im Jahr.
Der Rechner auf dieser Seite stellt die Konditionen der Karten nebeneinander und zeigt damit den Eintrittspreis. Die Frage, ob Ihr persönlicher Gegenwert die Gebühr übersteigt, beantwortet er nicht – sie hängt an Ihrer Einlösung.
Wenn der Herausgeber kündigt: welcher Schutz endet
Zu den Leistungen dieser Karten gehören Reiseversicherungen, und sie hängen an der Zahlung: Sie greifen, weil Sie die Reise mit dieser Karte bezahlt haben. Endet der Kartenvertrag – etwa weil der Herausgeber ihn beendet –, endet damit auch die Grundlage dieser Leistungen.
Für diesen Fall gilt in der Regel: Bestehen bleibt ein Schutz nur für Reisen, die bereits begonnen haben, und auch dann nur, wenn Sie die Reise nicht selbst abgesagt haben. Für alles, was noch nicht angefangen hat, endet der Schutz mit der Karte.
Welche meiner Reisen ist noch gedeckt?
- Schon begonnen? Nur für eine angetretene Reise kann ein Restschutz bestehen.
- Selbst abgesagt? Wer die Reise selbst storniert, fällt in der Regel aus diesem Schutz heraus.
- Mit dieser Karte bezahlt? Die Leistungen greifen an die Zahlung mit genau dieser Karte – Buchungen mit einer anderen Karte sind nicht gedeckt.
- Was läuft noch? Gehen Sie die anstehenden Buchungen durch und prüfen Sie für jede, ob die Deckung am Reisetag noch besteht.
Praktisch heißt das: Der Versicherungsschutz einer Karte ist kein Ersatz für eine eigenständige Police, sondern hängt am Fortbestand eines Vertrags, den Sie nicht in der Hand haben. Steht eine größere Buchung an, ist eine eigene Reiseversicherung die planbare Lösung.
Worauf Sie bei diesem Programm achten sollten
In dieser Reihenfolge:
- Welche Regeln gelten für das Sammeln – und welche Umsätze sind ausgeschlossen?
- Welchen Gegenwert erreiche ich bei der Einlösung – auf der Stufe, die mir tatsächlich zur Verfügung steht?
- Was kostet die Einlösung zusätzlich in Euro, und wie schneidet sie gegen den regulären Kauf derselben Leistung ab?
- Wann verfallen Meilen, und welche Aktivität hält den Bestand offen?
- Welche Regeln kann der Betreiber einseitig ändern, und mit welcher Ankündigungsfrist?
- Was passiert mit dem Meilenbestand, wenn ich die Karte kündige?
- Welche Kosten trägt die Karte – im ersten und im zweiten Jahr, im Auslandseinsatz und bei Abhebungen?
- Löse ich Meilen tatsächlich ein? Wer sammelt, ohne umzusetzen, zahlt die Karte, ohne den Gegenwert zu erhalten.
Häufige Fragen
Ist die Miles & More Kreditkarte eine gewöhnliche Kreditkarte?
Im Kartenvertrag ja: ein Zahlungsinstrument mit Rahmen und monatlicher Abrechnung. Unterschiedlich ist, dass an die Karte ein Bonusprogramm angeschlossen ist, in dem sich Umsätze in einer eigenen Recheneinheit sammeln. Kartenvertrag und Programmteilnahme sind zwei getrennte Verträge mit eigenen Bedingungen.
Wie viele Meilen bekomme ich für einen Euro Umsatz?
Die Sammelrate ist eine Kondition des Programms und ändert sich. Sie steht deshalb nicht in diesem Text, sondern im Rechner und in den Programmbedingungen. Wichtiger als die Rate ist die Frage, welche Umsätze überhaupt sammelberechtigt sind – Abhebungen und Stornierungen zählen häufig nicht.
Was ist eine Meile in Euro wert?
Ein fester Wert lässt sich nicht angeben, weil er erst bei der Einlösung entsteht und je nach Einlösestufe unterschiedlich ausfällt. Rechnen Sie gegen, was dieselbe Leistung bei regulärem Kauf kostet, und berücksichtigen Sie, dass bei Einlösungen häufig Steuern und Gebühren zusätzlich in Euro anfallen.
Verfallen meine Meilen?
Programme binden den Bestand üblicherweise an eine Frist und oft zusätzlich an eine Aktivität im Konto. Beides ist in den Programmbedingungen geregelt und nicht im Kartenvertrag. Prüfen Sie dort, wann Meilen verfallen und welche Aktivität den Bestand offen hält.
Kann der Programmbetreiber die Regeln nachträglich ändern?
Programmbedingungen enthalten in der Regel einen Änderungsvorbehalt. Damit kann der Betreiber Einlösestufen, Sammelregeln oder Partner ändern. Für bereits gesammelte Meilen kann das eine Verschlechterung bedeuten, ohne dass sich der Bestand selbst verändert.
Was passiert mit meinen Meilen, wenn ich die Karte kündige?
Das ist vor der Kündigung zu klären, weil Karte und Programm zwei verschiedene Verträge sind. Ob die Programmteilnahme die Kündigung der Karte überdauert und wie ein bestehender Bestand danach verwertet werden kann, steht in den Programmbedingungen. Ein Punkt wird dabei oft übersehen: In vielen Programmen hält die Karte den Meilenbestand offen. Kündigen Sie sie, greifen die Verfallsfristen des Programms wieder – lösen Sie deshalb zuerst ein, was sich einlösen lässt.
Sind Meilen durch die Einlagensicherung geschützt?
Nein. Die Einlagensicherung schützt Guthaben bei einer Bank. Meilen sind kein Guthaben, sondern eine Zusage des Programmbetreibers nach dessen eigenen Bedingungen. Fällt das Programm weg, greift keine Sicherung – deshalb gehört ein Meilenbestand nicht zu den Rücklagen.
Gilt der Kartenvertrag auch für das Meilenprogramm?
Nein. Kartenvertrag und Programmteilnahme sind zwei getrennte Vereinbarungen, häufig mit verschiedenen Vertragspartnern. Der Kartenvertrag regelt Rahmen, Abrechnung und Gebühren, das Programm regelt Sammeln, Verfall und Einlösung. Kündigen Sie die Karte, endet damit nicht automatisch die Programmteilnahme.