TARGOBANK Girokonto
Was ein Girokonto leistet, ist bei allen Banken nahezu identisch – die Kontoführung selbst ist kein Unterscheidungsmerkmal. Was sich unterscheidet, ist der Weg, über den Sie sie erledigen, und bei TARGOBANK ist dieser Weg zusätzlich eine Filiale vor Ort.
Ein Tagesgeldkonto nutzt man selten, ein Girokonto jeden Monat. Deshalb wiegt der Zugang hier schwerer als dort: Es geht nicht um einen einmaligen Termin, sondern um alles, was im Laufe eines Jahres anfällt. Diese Seite zeigt, was der Filialzugang bei einem Konto konkret leistet, wo seine Grenzen liegen und was Sie vor dem Abschluss prüfen sollten.
TARGOBANK Girokonto im Vergleich
Der Vergleichsrechner wird hier eingebunden.
Der Rechner zeigt Kontoführungsgebühr, Kartenkosten und den Dispozins neben den Konditionen der anderen Anbieter. Diese Werte ändern sich laufend – deshalb stehen sie dort und nicht im Text.
Unabhängig. Wir vergleichen nach Bedingungen, nicht nach Provision. Wie wir Geld verdienen, steht in Über uns.
Kurz gefasst
- Art des Anbieters
- Filialbank mit deutschlandweitem Netz, kein reines Onlineangebot
- Wege
- Abschluss online oder in der Filiale, Anliegen auch persönlich
- Kontoführung
- Gebührenfrei nur unter Bedingungen; die Bedingung steht im Preis- und Leistungsverzeichnis
- Vollmachten
- Können persönlich eingerichtet und legitimiert werden
- Zu prüfen
- Befristung des Angebots, Bedingung der Gebührenfreiheit, nächster Standort
Was der Filialzugang bei einem Girokonto konkret ändert
Bei einem Girokonto fallen Vorgänge an, die sich nicht per Überweisung erledigen lassen. Genau dort wird der Unterschied zwischen einer Bank mit Filialen und einer Direktbank sichtbar:
- Bargeld auf das Konto bringen. Eine Einzahlung am Schalter ist der direkteste Weg, Bargeld in Buchgeld zu verwandeln. Ob sie an einer bestimmten Stelle möglich ist und was sie kostet, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis.
- Ein Problem mit Karte oder Zugang. Eine gesperrte Karte, eine fehlende PIN, ein blockierter Online-Zugang: Vor Ort lässt sich das häufig kurzfristig klären, während der telefonische Weg Warteschleife und Postversand bedeutet.
- Ein Anliegen, das eine Unterschrift braucht. Vollmachten, Freischaltungen, Änderungen der Kontodaten – vieles lässt sich online anstoßen, aber nicht alles ohne Identitätsprüfung abschließen.
- Unterlagen abgeben. Wer Nachweise persönlich vorlegt, bekommt sie bestätigt zurück und muss sich nicht auf den Postweg verlassen.
Auf der anderen Seite steht die Bindung an Öffnungszeiten und Wege. Alles, was Sie in der App erledigen können, ist rund um die Uhr und ohne Anfahrt möglich – und in der Regel dort auch günstiger. Prüfen Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis, für welche Vorgänge am Schalter ein Entgelt berechnet wird, das im Onlineweg nicht anfällt.
Ein Punkt, der beim Girokonto häufiger greift als beim Tagesgeld: Wer den Filialzugang nur für den Notfall vorhält, bezahlt ihn über die Kontoführung mit, ohne ihn zu nutzen. Wenn Sie ohnehin alles online erledigen, ist die Direktbank der richtige Vergleichsmaßstab – dafür ist der Rechner auf dieser Seite da.
Vollmachten, Gemeinschaftskonten und der Fall, dass jemand für Sie handeln muss
Ein Girokonto ist selten nur die eigene Sache. Früher oder später zahlen Sie für ein Kind, verwalten die Konten eines Elternteils oder brauchen jemanden, der für Sie handelt, wenn Sie es selbst nicht können. Hier zählt, welchen Weg die Bank dafür anbietet – und ob er sich ohne Filiale überhaupt gehen lässt.
Die drei Konstellationen und was sie unterscheidet
- Kontovollmacht
- Wird über ein Vollmachtsmuster der Bank eingerichtet. Die bevollmächtigte Person wird identifiziert und im Konto hinterlegt. Prüfen Sie, ob die Vollmacht nur für einzelne Konten oder für alle Konten bei der Bank gilt.
- Gemeinschaftskonto
- Ein Oder-Konto darf jeder Inhaber allein führen, ein Und-Konto nur gemeinsam. Die Wahl entscheidet über Verfügbarkeit und über die Haftung gegenüber der Bank – klären Sie, welche Variante angeboten wird.
- Betreuung und Vorsorgevollmacht
- Bei rechtlicher Betreuung wird der Betreuerausweis vorgelegt, bei einer Vorsorgevollmacht verlangen Banken je nach Fall eine beglaubigte Abschrift. Klären Sie die Form frühzeitig, nicht im Ernstfall.
Ein Punkt wird dabei regelmäßig falsch eingeschätzt: Eine Vollmacht endet mit dem Tod des Vollmachtgebers. Wer vorsorgt, dass Angehörige danach noch Rechnungen begleichen können, braucht dafür eine ausdrücklich über den Tod hinaus erteilte Vollmacht. Ob die Bank eine solche akzeptiert und in welcher Form, klären Sie vorher und lassen Sie es schriftlich festhalten.
Vollmacht und Erbfall sind zwei verschiedene Dinge. Nach dem Tod ist das Konto für die Erben zunächst gesperrt, bis die Berechtigung nachgewiesen ist. Wer dann handeln muss, sollte die Unterlagen nicht erst in diesem Moment besorgen – fragen Sie vorher nach, was die Bank verlangt.
Die Bedingung der Gebührenfreiheit – und was nach einer Aktion gilt
Bei einer Filialbank kommt das Konto häufig nicht allein: Es gibt Modelle, die eine Karte oder weitere Leistungen einschließen, und es gibt befristete Angebote. Der Vergleich muss deshalb zwei Fragen zugleich beantworten: Erfüllen Sie die Bedingung dauerhaft – und was kostet das Konto, wenn Sie es nicht mehr tun?
Bei einem unbefristeten Modell genügt es, den Normalfall nachzurechnen. Bei einer Aktion gehört die zweite Frage dazu. Verlangen Sie beide Angaben schriftlich, bevor Sie unterschreiben.
- Bedingung der Gebührenfreiheit
- Welche Bedingung gilt, woran wird sie gemessen, und wird sie monatlich oder im Jahresdurchschnitt geprüft?
- Geltung des Angebots
- Befristet oder unbefristet? Wenn befristet: ab wann, für welchen Zeitraum, und was gilt danach?
- Preis im Normalfall
- Der Betrag, der berechnet wird, wenn die Bedingung nicht erfüllt ist. Das ist die Vergleichszahl, nicht der Einstiegspreis.
- Enthaltene Leistungen
- Welche Karten und welche Leistungen gehören zum Modell, und welche kosten zusätzlich?
- Kündigungsfrist
- Wie und mit welcher Frist können Sie das Konto beenden, wenn sich die Bedingungen ändern?
Was passiert, wenn die Bedingung wegfällt? Bei den meisten Modellen wird das Konto nicht gekündigt – es kostet ab dem nächsten Abrechnungszeitraum den vollen Monatspreis. Ob es eine Übergangsregel oder ein günstigeres Modell zur Wahl gibt, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis.
Ein Filialnetz ist keine Zusage auf Dauer
Filialnetze werden dichter oder dünner – beides kommt vor. Ein Anspruch darauf, dass der Standort in Ihrer Nähe bleibt, besteht nicht: Ein Standortverzeichnis beschreibt den heutigen Zustand, es ist keine Vertragsleistung. Was vertraglich bleibt, ist der Zugang über Karte, Online-Banking und Telefon.
Wer sein Konto nach dem Filialzugang auswählt, sollte diesen Punkt deshalb so kalkulieren, wie er bei jedem anderen Anbieter den Preis kalkuliert: Er kann sich ändern, ohne dass Sie gefragt werden.
- Welche Standorte liegen tatsächlich in Reichweite? Nicht die bundesweite Zahl zählt, sondern der Weg, den Sie für eine Einzahlung auf sich nehmen müssten.
- Was leisten die Selbstbedienungsstellen? Ein Geldautomat löst weder eine Einzahlung noch eine Kartenbestellung. Prüfen Sie, welche Vorgänge an welchem Standort möglich sind.
- Was bleibt, wenn ein Standort schließt? Der Vertrag läuft weiter. Was sich ändert, ist der Weg, nicht das Konto.
Die praktische Konsequenz: Ein Konto bei einer Filialbank ist für Sie so viel wert wie der nächste Standort. Prüfen Sie vor dem Abschluss, welcher das ist und ob Sie dort tatsächlich hinkommen.
Der Schalter ist auch ein Vertriebsweg
Ein Termin in einer Filiale ist kein neutraler Servicevorgang. Eine Bank, die ein Filialnetz betreibt, muss es auch tragen – der Vertrieb vor Ort gehört deshalb zum Geschäftsmodell. Sie werden in einem Gespräch nicht nur zum Konto beraten, sondern auch zu anderen Produkten.
Das ist kein Grund, den Weg zu meiden, aber ein Grund, vorbereitet hineinzugehen:
- Legen Sie vor dem Termin fest, was Sie abschließen wollen – und was nicht.
- Verlangen Sie die Unterlagen mit nach Hause, statt im Termin zu unterschreiben.
- Bei einem Vertrag, den Sie in der Filiale unterschreiben, gibt es in der Regel kein gesetzliches Widerrufsrecht wie bei einem Fernabsatzgeschäft. Prüfen Sie die Vertragsunterlagen, bevor Sie unterschreiben.
- Fragen Sie ausdrücklich, welcher Teil des Angebots befristet ist und welcher nicht.
Nehmen Sie sich einen zweiten Termin. Wer die Unterlagen mitnimmt und zu Hause mit der Preisliste vergleicht, entscheidet besser. Ein Verkaufsgespräch, das unter Zeitdruck setzt, ist ein Signal – nicht ein Argument.
Worauf Sie bei diesem Angebot achten sollten
In dieser Reihenfolge:
- Erfüllen Sie die Bedingung der Gebührenfreiheit dauerhaft? Und was kostet das Konto, wenn nicht?
- Ist das Angebot befristet? Welcher Preis gilt nach dem Ende der Aktion?
- Welche Karten und Leistungen sind enthalten – und welche kosten zusätzlich?
- Wie weit ist der nächste Standort, und welche Vorgänge können Sie dort erledigen?
- Können Vollmachten, Gemeinschaftskonto und Nachlassfälle so geregelt werden, wie Sie es brauchen?
- Kostet ein Vorgang am Schalter, was über die App nichts kostet?
- Welcher Dispozins gilt, und wie hoch wäre der Rahmen bei Ihrem Einkommen?
- Nutzen Sie den Filialzugang wirklich? Wenn nicht, vergleichen Sie gegen Direktbanken.
Der letzte Punkt ist der ehrlichste. Ein Filialnetz ist ein realer Vorteil für alle, die es nutzen, und ein Kostenfaktor für alle anderen. Der Rechner zeigt, was das Konto im Monat kostet – die Frage, ob Ihnen der Weg vor Ort das wert ist, kann er nicht beantworten.
Häufige Fragen
Was unterscheidet das TARGOBANK Girokonto von dem einer Direktbank?
Das Konto selbst ist ein Zahlungsverkehrskonto wie jedes andere. Der Unterschied liegt im Zugang: Bei einer Bank mit Filialnetz können Sie Bargeldeinzahlung, Kartenprobleme und Vollmachten persönlich erledigen. Diesem Zugang stehen die Kosten des Filialnetzes gegenüber, die sich in der Kontoführung niederschlagen können. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, ob Sie den Weg vor Ort nutzen.
Was kostet das TARGOBANK Girokonto?
Die Gebühr hängt vom Modell und von der Bedingung ab, unter der die Kontoführung entfällt. Beides steht im Rechner und im Preis- und Leistungsverzeichnis. Für den Vergleich zählt der Monatspreis, der bei Nichterfüllung der Bedingung berechnet wird – nicht der beworbene Einstieg.
Bleibt das Konto gebührenfrei, wenn sich mein Einkommen ändert?
Das hängt davon ab, ob die Gebührenfreiheit an einen Kontoeingang geknüpft ist. Fällt er weg, wird in der Regel der volle Monatspreis berechnet. Ob es eine Übergangsregel oder ein günstigeres Modell zur Wahl gibt, klären Sie vorher mit der Bank.
Kann ich für mein Konto eine Vollmacht erteilen?
Ja, in der Regel über ein Vollmachtsmuster der Bank und mit Identifizierung der bevollmächtigten Person. Wichtig: Eine Vollmacht endet mit dem Tod des Kontoinhabers. Soll sie darüber hinaus gelten, muss sie ausdrücklich so erteilt und von der Bank akzeptiert werden.
Muss ich für die Kontoeröffnung in die Filiale?
Nein. Der Abschluss ist auch online möglich, mit Identifizierung über die üblichen Verfahren. Die Filiale ist der zusätzliche Weg – praktisch vor allem dann, wenn Sie Bargeld, Karten oder Vollmachten persönlich regeln möchten.
Was passiert, wenn die Filiale in meiner Nähe schließt?
Der Kontovertrag läuft unverändert weiter; Karten, Online-Banking und Überweisungen funktionieren unabhängig von einem Standort. Was sich ändert, ist der Weg für alles, was persönlich erledigt werden muss. Ein Anspruch auf einen bestimmten Standort besteht nicht.
Sind die Konditionen in der Filiale verhandelbar?
Ein Teil der Konditionen kann an ein Paket gebunden sein, etwa im Zusammenhang mit einer Kreditkarte oder einem Depot. Vergleichen Sie das Paket als Ganzes, und lassen Sie sich den Preis schriftlich geben, der nach Ablauf einer Aktion gilt.